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Donnerstag, September 29, 2022

PHOSPHEN

Wer slamt, lebt exzessiv, vorwiegend nachts, abwechslungsreich und in einer eigenen kleinen Blase. Man tritt abends auf, trinkt, raucht, schläft bis frühnachmittags, dann schreibt man bis früh morgens. Kein Monat hat Routine.

Unsere Texte schreiben wir ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Allüren. Ohne Vorstellung davon, was mit den Texten passieren könnte, ohne jemand anderem etwas beweisen zu wollen. Wir kennen keine Scham, keine Fassaden.

Fünf Minuten reichen, um sich selbst auf der Bühne zum Schwitzen, die Knie zum Zittern, den Raum zum Beben zu bringen, eine Tür aufzumachen, um anders zu sehen, eine andere Welt herzuzeigen.

Im Jetzt zu leben, heißt ständig daran zu denken, was man morgen nicht alles machen muss und was man gestern nicht alles versäumt hat. Im Jetzt zu leben, ist im schlimmsten Fall kontraproduktiv.

Unser Rettungsnetz besteht aus guter Musik, Vertrauen in Leute, die kräftig genug sind, uns aufzufangen, und Vertrauen in uns selbst, dass wir schon irgendwie das Fliegen lernen.

Der Facebook-Generation fehlt der Mut, sich selbst nicht immer so ernst und wichtig zu nehmen, anderen auf eine respektvolle Art und Weise zu begegnen. Geduld mit sich selbst, mit anderen und mit der Welt.

Am 13. Oktober rufen wir auf zum fast geilsten Slam-Event des Jahres. Die ersten österreichischen Team-Meisterschaften des Poetry Slam! 19.30 Uhr! Im Schwarzberg! Neun Teams und wir sind eines davon!

 

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