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Samstag, Juli 2, 2022

Visuelle Revolution im Leopold Museum

Das Leopold Museum zeigt mit „Emil Pirchan. Visuelle Revolution“ die erste umfassende Retrospektive zum Werk des Künstlers in Österreich. Mehr als 200 Objekte geben Einblick in das Schaffen Emil Pirchans (1884–1957), der als Gebrauchsgrafiker ebenso reüssierte wie als Pionier des expressionistischen Bühnenbilds. Zudem betätigte er sich als Designer, Architekt, Autor, Buch­illustrator und Hochschullehrer. Im Sinne des Wiener Jugendstils vertrat Emil Pirchan eine gesamtkünstlerische Auffassung von Architektur. Dies bedeutete, dass er sich über die baulichen Angelegenheiten hinaus für sämtliche Details der ­Innenausstattung zuständig fühlte. Als Designer widmete er sich dem Gesamteindruck ebenso wie dem kleinsten Detail.

©Emil Pirchan, Plakat für die Revue Bitte zahlen! von Louis Taufstein und Eugen Burg (Berlin, Nelson Theater, Uraufführung 04.10.1921), 1921© Theatermuseum, Wien Foto: KHM Museumsverband, Theatermuseum, Wien © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan / Pabst, Zürich

Vielfalt

„In der Tradition des Gesamtkunstwerks entwarf Emil Pirchan Wohnbauten, Inneneinrichtungen, Gebrauchsgegenstände und grafische Erzeugnisse. Anhand von zahlreichen Objekten – darunter Möbel, Bühnen- und Kostümentwürfe, Plakate, Architekturmodelle, Buch­illustrationen oder nach eigenem Verfahren hergestellte Tunkpapiere – veranschaulicht die Ausstellung die unerschöpfliche Vielfalt dieses wichtigen Protagonisten der europäischen Moderne“, beschreibt Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museum. Die Ausstellung in Wien, Ort des Studiums und der Lehrtätigkeit Emil Pirchans, ist gewissermaßen eine Heimkehr an einen der wichtigen Wirkungsorte des Künstlers, zu denen auch weitere Kulturzentren Europas wie Prag, Berlin oder München gehören.

Info: bis 5. 4., leopoldmuseum.org

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