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Donnerstag, Juni 30, 2022

Wiener in China

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, begleitet ab 21. Oktober 2020 seine BesucherInnen auf eine Reise nach Shanghai. Die Ausstellung „Die Wiener in China“, die bis 18. April 2021 zu sehen ist, widmet sich der Geschichte von Wiener jüdischen Familien, für die Shanghai zu einem Ort der Hoffnung wurde. In der völlig fremden Umgebung bauten sie sich ihr „Little Vienna“ auf, von Cafés, Konditoreien bis hin zum Heurigen. Das Museum eröffnet Einblicke in dieses in Vergessenheit geratene Kapitel Wiener jüdischer Geschichte und stellt die Familien vor, die dieses Viertel in Shanghai aufgebaut und getragen haben.

 

Von der Donau-Metropole zur Stadt über dem Meer
Bereits unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 wurden Jüdinnen und Juden ausgegrenzt, gedemütigt und verfolgt. Die Möglichkeiten, das Land zu verlassen, waren gering. Schikanen, Zurücklassung jeglichen Besitzes und die Tatsache, dass viele Länder ihre Grenzen abschotteten, erschwerten jegliche Aussichten zur Flucht. Shanghai war eine internationale Sonderzone, für die kein schwer zu erlangendes Visum nötig war, dennoch verlangten die deutschen Behörden ein Ausreisepapier, gleich ob Visum oder Schiffsticket. Dr. Feng Shan Ho, der Generalkonsul Chinas in Wiens, stellte gegen den Willen der chinesischen Regierung tausende dieser rettenden Visa aus.

Die neue fremde Heimat stellte die Geflüchteten vor große Herausforderungen. Auch das ungewohnte Klima, verbunden mit Krankheiten, war eine Belastung. Zudem kam die Sprachbarriere und der völlig neue Kulturkreis hinzu.

Infos, Öffnungszeiten & Preise unter jmw.at.

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