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Wo früher Industrie das Bild prägte, wächst schon bald eine der spannendsten neuen Parkanlagen Wiens.
Mit dem Spatenstich für den ersten Bauabschnitt startet am Gasometervorfeld ein Projekt, das mehr Grün in den 11. Bezirk bringt und zeigt, wie moderne Stadtentwicklung heute funktioniert: nachhaltig, klimafit und mit viel Raum für Menschen.
Ein neuer Stadtteil bekommt sein grünes Herz
Rund um die Wiener Gasometer entsteht mit der Bricolage City ein neues Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbindet. Künftig sollen hier rund 2.000 Menschen leben und arbeiten. Herzstück dieser Entwicklung wird eine beeindruckende 51.000 Quadratmeter große Parkanlage, die von den Wiener Stadtgärten schrittweise umgesetzt wird.
Mit dem nun gestarteten ersten Bauabschnitt beginnt die Verwandlung eines ehemaligen Industrieareals in eine großzügige Grünlandschaft – ein Ort, an dem Erholung, Natur und Klimaschutz zusammenfinden.

© Stadt Wien / Christian Fürthner

© Stadt Wien (Rendering)
120 neue Bäume und tausende Quadratmeter Blühwiesen
Bereits der erste Abschnitt setzt starke Akzente. Auf rund 9.000 Quadratmetern entstehen 120 neue Bäume, die künftig Schatten spenden, das Mikroklima verbessern und an heißen Sommertagen für Abkühlung sorgen. Dazu kommen rund 5.000 Quadratmeter Blühwiesen und Kräuterrasen, die wertvolle Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und zahlreiche weitere Tierarten schaffen. Das Ziel ist klar: mehr Biodiversität mitten in der Stadt. Die Fertigstellung dieses ersten Bauabschnitts ist bereits für das Frühjahr 2027 geplant.
Geschichte bleibt sichtbar
Besonders spannend ist der Umgang mit der Vergangenheit des Areals. Statt alles neu zu gestalten, setzen die Planer bewusst auf den Erhalt bestehender Strukturen. So bleibt die ehemalige Schlachthausbahntrasse als prägendes Element erhalten und wird zum neuen Panoramaweg umgestaltet. Auch Teile des alten Gleisschotters bleiben bestehen und entwickeln sich künftig zu speziellen Lebensräumen für Insekten und Pflanzen. Diese Verbindung von Industriegeschichte und Natur verleiht dem Park seinen ganz eigenen Charakter.
Panorama mit Blick auf die Gasometer
Der neue Panoramaweg wird künftig die umliegenden Wohnquartiere mit den Parkbereichen verbinden und bildet das Rückgrat der gesamten Anlage. Über großzügige Stufenanlagen und barrierefreie Wege gelangen Besucherinnen und Besucher bequem in die verschiedenen Bereiche des Parks. Am Ende des Weges entsteht der neue Gasometerplatz – ein zentraler Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten unter einer Pergola und einem Trinkbrunnen für heiße Sommertage.
Ein weiteres Highlight werden die geplanten Gasometerterrassen, die nicht nur neue Aufenthaltsorte schaffen, sondern auch eindrucksvolle Ausblicke auf die historischen Gasometer ermöglichen.
Nachhaltigkeit als Grundprinzip
Der neue Park versteht sich nicht nur als Erholungsraum, sondern auch als Beispiel moderner Kreislaufwirtschaft. An vielen Stellen werden bestehende Materialien wiederverwendet. Recycelte Klinkersteine bilden den Bodenbelag des Gasometerplatzes und greifen gestalterisch die Architektur der Gasometer auf. Wiederverwendete Pflastersteine finden sich in den markanten Gabionenwänden wieder, die sich künftig durch die gesamte Parkanlage ziehen werden. Statt Abriss und Neubau setzt das Projekt auf Ressourcenschonung – ein Ansatz, der in der Wiener Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Mehr Platz zum Spielen, Sporteln und Durchatmen
Mit den weiteren Bauabschnitten wächst der Park Schritt für Schritt auf seine gesamte Fläche von 51.000 Quadratmetern an. Geplant sind zusätzliche Grünflächen, Spielbereiche, Tischtennis- und Basketballplätze sowie zahlreiche Aufenthaltszonen. Unterschiedliche Sitzgelegenheiten schaffen Raum für Begegnungen, während neue Baumreihen an heißen Sommertagen für angenehme Schattenplätze sorgen.
Auch die Umgebung wird grüner
Nicht nur die Parkanlage selbst verändert das Viertel. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden auch die umliegenden Straßen neugestaltet. Breitere Gehsteige, barrierefreie Querungen, neue Grünflächen und zusätzliche Bäume sollen den öffentlichen Raum deutlich aufwerten. Gleichzeitig entsteht eine durchgängige und sichere Radverbindung, die den Panoramaweg mit den umliegenden Straßen verbindet und nachhaltige Mobilität fördert.



