MAGENTA ART SPACES – Künstliche Intelligenz im öffentlichen Raum

Beitragsbild: © Thomas Unterberger

Mit Magenta Art Spaces verwandelt Magenta Telekom die sogenannten „Red Carpet Showrooms“ in Wiener U-Bahn-Stationen vom 10. Juni bis 31. Juli in interaktive Ausstellungsräume. Keine klassischen Galerien, keine Distanz – sondern Kunst im Durchgang, mitten im täglichen Rhythmus von Millionen Menschen.

Sechs Künstler:innen zeigen dabei, wie Künstliche Intelligenz Kreativität nicht ersetzt, sondern verschiebt, erweitert und neu sichtbar macht. Geschätzte 14,1 Millionen Passant:innen werden so im Vorbeigehen zu einem Publikum, das nicht stehen bleibt, sondern hineingezogen wird.

Wenn Technologie nicht erklärt, sondern erlebt wird

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern digitale Infrastruktur. Sie verändert Kommunikation, Arbeit, Wahrnehmung. Die Frage ist weniger, ob sie da ist – sondern wie wir sie kulturell verstehen. Magenta Art Spaces positioniert Technologie deshalb nicht als Produkt, sondern als Material. Als etwas, das Reibung erzeugt. Und als Ausgangspunkt für neue Formen von Ausdruck.

„Künstliche Intelligenz ist längst in unserem Alltag angekommen. Mit Magenta Art Spaces wollen wir zeigen, dass Technologie nicht distanzieren muss, sondern inspirieren, berühren und neue kreative Räume öffnen kann“, sagt Barbara Klinser-Kammerzelt, Vice President Brand & Marketing Communications bei Magenta Telekom.

Die Stadt als Galerie: U-Bahn-Stationen werden zu Bühnen

Gläserne Red Carpet Showrooms in Wiener U-Bahn-Stationen werden zu temporären Galerien, die sich nicht abgrenzen, sondern einmischen. An folgenden Locations wird ausgestellt:

  • Volkstheater U-Bahn Station
  • Karlsplatz U-Bahn Station
  • Altes Landgut U-Bahn Station
  • Taborstraße U-Bahn Station

Sechs Installationen, sechs Zugänge zur Gegenwart

SEBASTIAN SCHAGER – „WHEEL OF FORTUNE“ (Volkstheater)

© Thomas Unterberger

Sebastian Schager übersetzt den globalen Datenstrom des Internets in ein interaktives digitales Glücksrad. Besucher:innen gestalten per Smartphone Collagen aus Kunst, Wissenschaft und Geschichte. Zufall wird hier nicht als Nebeneffekt verstanden, sondern als Prinzip: als künstlerische Methode im digitalen Raum.

MARCIN GLOD – „HAPPY SIGNAL“ (Karlsplatz)

Marcin Glod macht Emotion zur Energiequelle. Ein Lächeln wird per KI erkannt und in Echtzeit in Bewegung übersetzt – ein Windrad reagiert auf menschliche Stimmung. Pop-Art, Street-Art und Technologie treffen aufeinander und verschieben die Frage, wo Emotion endet und System beginnt.

© Thomas Unterberger

MARTIN TARDY – „CONFLUENCE“ (Altes Landgut)

© Thomas Unterberger

Martin Tardy zeichnet die Gleichzeitigkeit von Weltgeschehen und urbaner Bewegung. Eine CNC-Maschine übersetzt Nachrichten und Passant:innenströme in Linien auf eine thermochrome Oberfläche. Das Ergebnis ist kein Bild, sondern ein Zustand: ständig im Wandel, nie abgeschlossen.

THOMAS WAIDHOFER – „iBUDDHA“ (Taborstraße)

Thomas Waidhofer greift Nam June Paiks „TV Buddha“ auf und übersetzt ihn in die Smartphone-Gegenwart. Technologie wird hier nicht als Störung gelesen, sondern als möglicher Raum für Achtsamkeit. Ein stilles Gegenbild zur permanenten Beschleunigung digitaler Kommunikation.

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STEPHANIE MEISL – „CYBER UTOPIA“ (Karlsplatz)

© Thomas Unterberger

Stephanie Meisl erzählt in drei Phasen von digitaler Überforderung, Orientierung und möglicher Freiheit. Video, KI und Erzählstruktur verschränken sich zu einer Bewegung durch den Zustand der Gegenwart. Zwischen Überfluss und Klarheit entsteht ein gedanklicher Zwischenraum.

FELIX REITERER – „LIVE DATA INSTALLATION“ (Karlsplatz)

Felix Reiterer visualisiert österreichischen Internet-Traffic als lebendige Datenwolke. Eine LED-Wand reagiert auf Bewegung, Präsenz und digitale Ströme. Das Unsichtbare wird hier nicht erklärt, sondern sichtbar gemacht – als Muster im öffentlichen Raum.

© Thomas Unterberger

Technologie & Kultur

Im Zentrum von Magenta Art Spaces steht eine einfache, aber weitreichende Verschiebung: Technologie ist nicht nur Werkzeug, sondern Teil kultureller Produktion. Wenn KI, Daten und menschliche Wahrnehmung ineinandergreifen, entstehen neue Formen von Ausdruck – nicht abstrakt, sondern konkret erfahrbar im Alltag. Magenta Telekom schafft damit keine klassische Werbefläche, sondern einen Resonanzraum zwischen Stadt, Körper und System. Ein Versuch, Technologie nicht nur zu nutzen, sondern kulturell zu verhandeln.

Und vielleicht liegt genau darin der eigentliche Effekt: dass man auf dem Weg durch die U-Bahn kurz innehält – nicht stehen bleibt, aber anders weitergeht.

Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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