Beitragsbild: © Cross Pulse Pannonia / KI enhanced
Dröhnender Bass, die Seebühne Mörbisch als Kulisse und eine ziemlich außergewöhnliche Verbindung von Kirche und Clubkultur: Am 12. September feiert „Cross Pulse Pannonia – The Sound of Hope“ in Mörbisch Premiere. Mit dabei ist der international bekannte DJ-Priester Padre Guilherme, der erstmals im deutschsprachigen Raum auftritt.
Am Samstag, 12. September 2026, verwandeln sich die Seebadwiese und die Seebühne Mörbisch in eine Festivallocation für Menschen aus Österreich, Ungarn und der Slowakei. Das Ziel: elektronische Musik, Gemeinschaft und Spiritualität in ein Format zu bringen, das bewusst außerhalb klassischer kirchlicher Strukturen funktioniert. Angesprochen werden dabei nicht nur Menschen aus dem kirchlichen Umfeld, sondern vor allem ein junges, musik- und festivalaffines Publikum.
Ein Priester an den Decks
Der Headliner des Abends dürfte auch Menschen interessieren, die normalerweise eher selten bei kirchlichen Veranstaltungen anzutreffen sind: Padre Guilherme ist katholischer Priester – und gleichzeitig DJ. Der Portugiese verbindet elektronische Musik mit spirituellen Botschaften und wurde mit seinen Sets bei internationalen Großveranstaltungen einem Millionenpublikum bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt er rund um den Weltjugendtag 2023 in Lissabon. Auf Einladung von Diözesanbischof Ägidius kommt Padre Guilherme nun nach Mörbisch und tritt dort erstmals im deutschsprachigen Raum auf. Im Gepäck hat er eine audiovisuelle Show, bei der melodischer elektronischer Sound auf Visuals und eine Botschaft der Hoffnung trifft. Um 20.30 Uhr übernimmt er das DJ-Pult auf der Seebühne.
Von der Messe zum Festival
Dabei beginnt „Cross Pulse Pannonia“ schon deutlich früher. Ab 14 Uhr öffnet das Rahmenprogramm auf der Seebadwiese. Gemeinsam mit kirchlichen Jugendorganisationen entstehen dort Workshops, kreative Stationen, Gesprächsformate sowie Räume für Begegnung und Austausch. Um 17 Uhr wird eine Heilige Messe gefeiert. Danach wechselt die Dramaturgie zunehmend in Richtung Festival: Ab 18.30 Uhr sorgen Voracts und DJs für das Warm-up, ehe um 20.30 Uhr Padre Guilherme den Hauptact des Abends übernimmt. Das Festival läuft bis 23 Uhr und ist für rund 6.100 Besucher:innen ausgelegt.
Kirche, die anders klingt
Hinter dem ungewöhnlichen Format steht die Katholische Kirche im Burgenland. „Cross Pulse Pannonia“ soll bewusst eine Brücke zwischen Kirche, Kultur und moderner Jugendkultur schlagen. Statt Glauben ausschließlich über traditionelle Formate zu vermitteln, setzt das Festival auf Musik, Atmosphäre und gemeinsames Erleben.

„Glaube und Gemeinschaft sind lebendig und haben viele Ausdrucksformen. Dieses Festival schlägt eine Brücke zwischen moderner Musik und der Lebenswelt junger Menschen“, erklärt Diözesanbischof Ägidius. Der 12. September solle dabei auch zu einem „starken Zeichen des Miteinanders“ werden.
Dass dafür ausgerechnet elektronische Musik gewählt wurde, macht das Konzept spannend. Schließlich gehört kaum ein anderes Genre so selbstverständlich zu jener Club- und Festivalkultur, in der Gemeinschaft für ein paar Stunden ganz unmittelbar entsteht.
Ein Festival über Grenzen hinweg
Der Name „Pannonia“ ist dabei Programm. Das Festival richtet sich an junge Menschen aus Österreich, Ungarn und der Slowakei und versteht sich ausdrücklich als internationales Begegnungsformat. Gesellschaftliche Offenheit, kultureller Austausch und Gemeinschaft stehen ebenso auf dem Programm wie die Frage, wie Kirche junge Menschen heute überhaupt noch erreichen kann. Pfarren und Dekanate sind deshalb auch eingeladen, gemeinsame Busfahrten und Fahrgemeinschaften nach Mörbisch zu organisieren. Gruppenbuchungen sind ab zehn Personen möglich.
Cross Pulse Pannonia – The Sound of Hope
12. September 2026, 14–23 Uhr
Seebadwiese & Seebühne Mörbisch
Hauptact Padre Guilherme: 20.30 Uhr
Tickets: 20 Euro inkl. Getränkegutschein
INFO:
www.martinus.at



